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Thread: Betreff: Bibliothek

  1. #1
    MoD is offline
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    Betreff: Bibliothek

    Hallo ! :smile:
    Ich finde man sollte in der \"Bibliothek\" Bücher vorstellen die man selbst gelesen hat und auch kritisieren oder loben,.... wenn man diese selbst gelesen und sich ein Urteil begildet hat,.......
    Den ansonsten wird der Beitrag echt zu lange,.... mit allgemeinen Dingen. Ich selbst finde diese Rubrik sehr gut, da ich selbst gerne und viel lese und für jede Buchempfehlung oder Warnung offen bin.
    Denke es heißt nicht umsonst die Rubrik:
    Bibliothek
    Empfehlenwerte Literatur zum Thema BDSM. :smile:

    Bitte nichts für ungut,.. denke aber es ist verständlich :smile:
    "Es gibt nichts von vorneherein,.. nichts Gutes, nichts Schlechtes,... alles ist relativ, je nach unseren Sitten, Ansichten und Vorurteilen."
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    Meister der Ketten und Ringe,
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  2. #2
    lisra is offline
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    Daumen hoch "Brennende Fesseln" (Laura Reese)

    Warum auch immer fiel mir heute ein, mal mein (Bücher)Regal auszuräumen und staubzuwischen. Da es hier leider kaum neue Beiträge gibt, stöbere ich zur Zeit viel in den alten...und bin auf dieses Thema ("Bibliothek") gestoßen.

    Es ist schon einige Monate her, dass ich diesen Roman gelesen habe, aber ich erinnere mich noch ganz gut daran, insbesondere an eine bestimmte Stelle.

    Es ist ein Roman, kein Sachbuch, aber kein Roman in der Art nach Rosamunde Pilcher, wo sich in der ersten Szene ein Mann und eine Frau ganz zufällig begegnen und der Leser noch überhaupt keine Ahnung hat, wie es wohl ausgehen wird...:)

    Nach der Autorin, einer Journalistin, beruht die Geschichte auf Wahrheit. Es ist ihre eigene Geschichte, die sie anschließend aufgeschrieben und veröffentlicht hat.
    Auf der Suche nach dem Mörder ihrer Schwester ist die Polizei am Ende. Beweise gibt es keine, nur Indizien, und sie sucht den Mann auf, den sie auf Grund von Tagebucheinträgen ihrer Schwester, die offensichtlich starke submissive Neigungen hatte (von denen niemand wusste), für ihren Mörder hält. Der Mann, dem sie nachstellt, den sie vorhat zu verführen, damit er sich vielleicht irgendwann doch noch verrät, stellt sich als Dom heraus. Und sie ist plötzlich mitten drin in einem Thema, das sie bis dahin nicht kannte. Als seine Sub. Und es gefällt ihr im Grunde irgendwie stark, aber eigentlich tut sie das alles nur um irgendwas herauszufinden über ihn, das ihn als Mörder entlarven könnte. So ist jedenfalls ihre Begründung gegenüber sich selbst dafür, warum sie das alles tut.
    Ein diabolischer Umgang miteinander auf beiden Seiten. Sehr interesant für den Leser.

    Das Buch ist sehr gut geschrieben, außerordentlich spannend bis zum Schluss und mit einem unglaublichen Ende.
    Absolut kein klassischer Liebesroman mit ein bisschen auf den Po hauen (wei "Shades of Grey";-). Sondern eine sehr interessante Mischung aus der Suche nach der Wahrheit, Täuschung, Sinnlichkeit, Verlangen, persönlichen Schicksalen und Obsession. In den durchaus zahlreichen erotischen Szenen kommen auch etliche heftigere Spielarten vor. "Heftig" liegt natürlich im Auge des Betrachters. Aber für den Fall, dass ich je in die Verlegenheit kommen sollte, eine Nogo-Liste aufzustellen, würde da z. B. "Sex mit Tieren" und "den Körper ritzen (Wunden)" auf jeden Fall draufstehen müssen:).

    An eine Stelle beim Lesen erinnere ich mich noch als ob es gestern war. Ich saß auf einer Liege im Urlaub am Pool und habe die halbe Stunde bis es im Hotel Abendbrot geben sollte, mit Lesen (in dem o. g. Buch) verbracht. Plötzlich saß ich wie erstarrt da, mein Herz ging schneller, die Atmung wurde irgendwie anders. Die Szene an sich war schlimm, aber es war ja immer noch ein Buch (wenn auch auf Wahrheit basierend, damit doch wieder schrecklich, aber für mich immer noch ein Buch). In dem Kapitel erwacht die Sub und kann nicht bewegen. Sie steckt in einem festen Kokon aus Bandagen. Der Dom erklärt ihr, dass sie keine Angst haben solle und wie er sich Mühe gegeben habe beim Einwickeln: jedes Bein separat, dann beide Beine zusammen, damit die eigene Haut nicht mehr zu spüren sei, dann den Oberkörper umwickelt, die Arme seitlich fixiert und anschließend noch einmal ganz umwickelt. Schließlich vollendet er sein Werk, in dem er auch noch mehrere Lagen um ihren Kopf wickelt und nur die Nase freibleibt...Es fällt der Begriff Mumifizieren.

    Was mich da hat erstarren lassen war wohl die Tatsache, dass ich diese Fantasie auch schon hatte. Natürlich nicht so extrem (im Buch geht es auch noch extremer weiter). Ich kann nicht sagen, ob ich sie gut oder schlecht finde, aber sie ist vorhanden und wird sogar ganz gelegentlich durchgeführt, soweit mir dies möglich ist mit der Zudecke und weiteren Decken verschiedener Größe in meinem Bett:O.
    Ich habe da nie so genau drüber nachgedacht. Und dann wird etwas im Kern ganz ähnliches in einem BDSM-Roman beschrieben...etwas, was ich schon länger tue...
    Das fand ich schräg. Bei der "leichten" Variante mit eigenen Decken liegt die Kontrolle bei mir selbst. Ich weiß gar nicht, ob ich mir das tatächlich vorstellen könnte, dass ein anderer das mit einem tut, man tatsächlich völlig hilflos und ausgeliefert ist, das Vertrauen in den anderen haben, dass er einen auch wieder befreit:). Diese Aspekte näher zu ergründen könnte interessant sein, aber mit einer leichten Platzangst und dem Hang, dass ein Nasenloch manchmal nicht völlig frei ist, sollte man solche Gedanken wohl lieber nicht haben. Vielleicht erstmal kleinere Brötchen backen. Da gibt es (zu zweit) sicher auch viele andere Möglichkeiten, die es sich auszuprobieren lohnt.

    Meinen Verwandten/Freunden würde ich diese Buchempfehlung eher nicht aussprechen, aber hier geht das vielleicht
    Last edited by lisra; 30.11.2017 at 23:44. Reason: Schreibfehler

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